Häufig gestellte Fragen zu konfigurierbaren Produkten | TRIMIT für Business Central

Häufig gestellte Fragen zur Produktkonfiguration und zu Lösungen für die Auftragsfertigung

Ein konfigurierbarer Stuhl als Beispiel für ein Produkt mit wählbaren Materialien, Farben und Optionen

TRIMIT bietet Microsoft Dynamics 365 Business Central zusammen mit branchenspezifischen Funktionen für Unternehmen mit konfigurierbaren und variantenreichen Produkten in einem integrierten System. Statt individuelle Lösungen auf einem Standard-ERP aufzubauen, ergänzt TRIMIT die Produktstrukturen, die viele Unternehmen von Anfang an benötigen: gemeinsam genutzte Master, konfigurierbare Optionen, Kombinationsregeln, konfigurationsbasierte Preisberechnung und regelbasierte Stücklisten.

In der Praxis optimiert TRIMIT Business Central, indem es Standardprozesse auf die Anforderungen der Produktkonfiguration und Auftragsfertigung ausrichtet – vom geführten Verkaufsprozess und der Angebotserstellung bis hin zu Kalkulation, Einkauf und Produktion. Business Central bleibt das zentrale System für Finanzwesen, Lager, Einkauf, Vertrieb und operative Abläufe. Das Ergebnis ist eine Lösung, die sich einfacher betreiben und warten lässt und weniger individuelle Entwicklungen erfordert.

Wir bringen jahrzehntelange Branchenerfahrung in unsere Implementierungen ein und setzen Projekte vor Ort in den Märkten um, in denen TRIMIT tätig ist – darunter Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Norwegen und die Schweiz (DE/NL/DK/NO/CH).

In anderen Ländern kann TRIMIT auch über Partner bereitgestellt werden. So erhalten Sie eine Lösung auf Basis weltweit eingesetzter Microsoft-Technologie, kombiniert mit der Produktkonfigurationsexpertise von TRIMIT und der Unterstützung durch Menschen, die die Anforderungen von Unternehmen mit konfigurierbaren Produkten und Auftragsfertigung verstehen.

Diese Seite erklärt, wie konfigurierbare Produkte in TRIMIT strukturiert, verkauft und gefertigt werden und wie das Zusammenspiel von Business Central und TRIMIT Herstellern, Markenunternehmen und Lieferanten hilft, von Anfang an effizienter zu arbeiten. Weitere Einzelheiten finden Sie in der vollständigen Funktionsübersicht.

TRIMIT erweitert Microsoft Dynamics 365 Business Central um Funktionen zur Produktkonfiguration für Unternehmen, die mit zahlreichen Produktoptionen, Abmessungen und Kombinationen arbeiten.

Business Central bleibt die ERP-Basis, während TRIMIT folgende Funktionen ergänzt:

  • Master-basierte Produktstrukturen: Verwalten Sie eine komplette Produktfamilie über eine gemeinsame Produktvorlage.

  • Konfigurierbare Merkmale: Definieren Sie Materialien, Farben, Abmessungen, Komponenten und optionale Ausstattungsmerkmale.

  • Kombinationsregeln: Legen Sie fest, welche Optionen gemeinsam ausgewählt werden dürfen und welche nicht.

  • Konfigurationsbasierte Preisberechnung: Berechnen Sie Preise, Rabatte und Zuschläge anhand der ausgewählten Optionen.

  • Regelbasierte Stücklisten: Leiten Sie aus der Konfiguration Materialien, Mengen, Arbeitsgänge und Produktionsanforderungen ab.

  • Integrierter digitaler Vertrieb: Stellen Sie konfigurierbare Produkte über TRIMIT E-Commerce bereit, einschließlich B2B-Webshop und Sales Agent.

Das Ergebnis ist ein durchgängiger Prozess – von der Produkteinrichtung und dem geführten Verkaufsprozess bis hin zu Auftragsabwicklung, Einkauf und Produktion.

Die TRIMIT Produktkonfiguration umfasst die Funktionen, mit denen Produkte mit wählbaren Merkmalen und Optionen definiert, verkauft und gefertigt werden.

Ein konfigurierbares Produkt wird als Master gepflegt. Der Master enthält die Produktstruktur, die Konfigurationsfragen, die zulässigen Optionen, die Kombinationsregeln, die Preislogik sowie gegebenenfalls eine generische Stückliste und einen Arbeitsplan.

Wenn ein Benutzer das Produkt konfiguriert, kann TRIMIT abhängig von der Produktstruktur und der Systemeinrichtung einen vorhandenen Artikel ermitteln oder einen neuen Artikel anlegen. Die Konfiguration kann auch ausschließlich dem jeweiligen Verkaufsauftrag oder der jeweiligen Einkaufsbestellung zugeordnet bleiben.

TRIMIT verwendet klar definierte Begriffe, um zwischen der Produktvorlage, den konfigurierbaren Merkmalen und der fertigen Konfiguration zu unterscheiden:

  • Master: die gemeinsame Vorlage für eine konfigurierbare Produktfamilie.

  • VarDim Type: ein konfigurierbares Merkmal oder eine Frage, beispielsweise Material, Farbe, Breite, Spannung oder Oberflächenausführung.

  • VarDim Option: eine zulässige Antwort oder ein Wert, beispielsweise Aluminium, Schwarz, 1200 mm oder 230 V.

  • Konfiguration: die vollständige Kombination der ausgewählten Optionen.

  • VarDim Item: Konfigurationswerte, die einem bestimmten Artikel zugeordnet sind.

  • VarDim Order: Konfigurationswerte, die einem bestimmten Verkaufs-, Einkaufs- oder Produktionsbedarf zugeordnet sind.

Beispielsweise kann Farbe ein VarDim Type und Schwarz eine VarDim Option sein. Die vollständige Auswahl aus Farbe, Abmessungen, Material und Zubehör bildet die Produktkonfiguration.

TRIMIT hilft, eine explosionsartige Zunahme der Artikelvarianten (SKUs) zu vermeiden, indem die Produktlogik zentral in einem Master gepflegt wird. So muss nicht jede mögliche Kombination im Voraus angelegt und gepflegt werden.

Ein Produkt mit 10 Farben, 8 Abmessungen, 5 Materialien und 6 Zubehörpaketen ergibt beispielsweise bereits 2.400 mögliche Kombinationen. Zusätzliche Merkmale können diese Zahl schnell erheblich erhöhen.

TRIMIT bietet mehrere Möglichkeiten, diese Komplexität zu beherrschen:

  • Zentrale Produktpflege: Gemeinsame Informationen und Konfigurationsregeln werden im Master gepflegt.

  • Bedarfsgerechte Artikelanlage: Artikel können angelegt werden, sobald eine gültige Konfiguration benötigt wird.

  • Wiederverwendung vorhandener Artikel: TRIMIT kann einen vorhandenen Artikel ermitteln, der der ausgewählten Konfiguration entspricht.

  • Auftragsspezifische Konfiguration: Ausgewählte Werte können im Auftrag verbleiben, wenn kein dauerhaft angelegter Artikel benötigt wird.

Welche Methode geeignet ist, hängt davon ab, ob die Produktkombination auf Lager gehalten, wiederverwendet, eingekauft oder gefertigt werden soll.

Ja. Mithilfe von Regeln lässt sich festlegen, welche Optionen miteinander kombiniert werden dürfen und welche nicht. Dadurch wird verhindert, dass Vertriebsmitarbeiter, Kunden und Produktionsplaner Kombinationen auswählen, die nicht verkauft, eingekauft oder gefertigt werden können.

Beispiele hierfür sind:

  • eine Komponente, die nur für bestimmte Produktgrößen verfügbar ist

  • ein Material, das nicht mit einer bestimmten Oberflächenausführung kombiniert werden kann

  • eine Spannungsoption, die eine bestimmte elektrische Komponente erfordert

  • eine gewählte Abmessung, die den zulässigen Bereich für eine andere Komponente überschreitet

Die Regeln führen den Benutzer zu einer gültigen und herstellbaren Produktkonfiguration, bevor das Angebot oder der Auftrag abgeschlossen wird.

Der Preis kann anhand des Basisprodukts und der während der Konfiguration ausgewählten Optionen berechnet werden. Einzelne Optionen können einen Zuschlag bewirken, den Preis senken oder eine andere Preisregel auslösen.

Dabei lassen sich beispielsweise folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Zuschläge für Materialien und Oberflächenausführungen

  • abmessungsabhängige Preisberechnung

  • Preise für Komponenten und Zubehör

  • kunden- und marktspezifische Preislisten

  • Rabatte und Verkaufsaktionen

Je nach Einrichtung der Preisberechnung kann der Benutzer bereits während der Konfiguration sehen, wie sich eine Auswahl auf den Preis auswirkt.

Ein Master kann eine generische, regelbasierte Master-Stückliste enthalten. Diese dient als Vorlage, um die für eine bestimmte Konfiguration benötigten Materialien und die zugehörige Produktionsstruktur zu ermitteln.

Auf Grundlage der ausgewählten Optionen kann die daraus entstehende Stückliste Folgendes festlegen:

  • benötigte Materialien und Komponenten

  • Materialmengen, Abmessungen und Maße

  • Unterbaugruppen und Stücklistenebenen

  • Arbeitspläne und Fertigungsarbeitsgänge

  • Rüst- und Bearbeitungszeiten

  • Kosten und Planungsanforderungen

Dadurch entfällt die manuelle Pflege einer separaten Stückliste für jede mögliche Produktkombination. Bei Bedarf können auch feste Stücklisten verwendet werden.

Ja. TRIMIT kann Lagerfertigung, Auftragsfertigung, auftragsbezogene Konfiguration und Auftragsmontage unterstützen – auch bei Produkten, die mehrere Fertigungsstrategien miteinander kombinieren.

  • Lagerfertigung (Make-to-stock): Standardprodukte oder Komponenten werden gefertigt und auf Lager gehalten.

  • Auftragsfertigung (Make-to-order): Die Produktion beginnt mit dem Eingang eines Kundenauftrags.

  • Auftragsbezogene Konfiguration (Configure-to-order): Der Kunde wählt aus vordefinierten Optionen, und die Konfiguration bestimmt die Produktionsanforderungen.

  • Auftragsmontage (Assemble-to-order): Lagernde Komponenten werden entsprechend der ausgewählten Konfiguration montiert.

Beispielsweise können Standardkomponenten auf Lager gehalten werden, während das fertig konfigurierte Produkt für einen bestimmten Kundenauftrag gefertigt oder montiert wird.

TRIMIT bietet integrierte CPQ-Funktionen für konfigurierbare Produkte: Konfiguration, Preisberechnung und Angebotserstellung (Configure, Price and Quote).

Der Konfigurationsprozess führt den Benutzer durch die zulässigen Produktoptionen, berechnet den entsprechenden Preis und schafft die Grundlage für ein Angebot oder einen Auftrag. Anders als bei einer eigenständigen CPQ-Lösung bleibt die Konfiguration mit Business Central verbunden und kann in Artikelverwaltung, Lager, Einkauf, Kalkulation, Stücklistenberechnung und Produktion weiterverwendet werden.

So arbeiten Vertrieb und operative Bereiche mit derselben Produktkonfiguration, statt Produktinformationen nach der Annahme des Angebots erneut erfassen zu müssen.

Ja. Konfigurierbare Produkte können über TRIMIT E-Commerce bereitgestellt werden, einschließlich B2B-Webshop und Sales Agent.

Kunden, Händler und Vertriebsmitarbeiter können auf Grundlage der Master-Einrichtung durch die verfügbaren Merkmale und Optionen geführt werden. Die fertige Konfiguration kann anschließend als Teil eines Angebots oder Verkaufsauftrags übermittelt werden.

Auch eine visuelle Konfiguration ist möglich, wenn Produktbilder oder Bildebenen so eingerichtet sind, dass sie die ausgewählten Optionen darstellen.

Ja. Konfigurationen, die über den B2B-Webshop oder den Sales Agent übermittelt werden, können im angebundenen ERP-Prozess weiterverarbeitet werden.

Je nach Einrichtung und erforderlichem Genehmigungsablauf kann der Vorgang als Angebot oder als Verkaufsauftrag bearbeitet werden. So können Unternehmen komplexe Konfigurationen oder solche mit hohem Auftragswert vor der Bestätigung prüfen und gleichzeitig Standardkonfigurationen stärker automatisiert verarbeiten.

TRIMIT stellt eine externe Programmierschnittstelle (External API) für die Integration von Business Central, TRIMIT und externen Systemen bereit. Die konkreten Datenflüsse und Geschäftsregeln werden in der Regel im Rahmen der Implementierung festgelegt.

Typische Integrationsszenarien sind:

  • Bereitstellung von Mastern, Optionen, Produktinformationen und Preisen

  • Austausch von Produktkonfigurationen mit externen CPQ-, CAD- oder Designsystemen

  • Empfang von Angeboten und Verkaufsaufträgen

  • Weitergabe von Verfügbarkeits- und Lieferinformationen

  • Austausch von Einkaufs-, Produktions-, Logistik- oder EDI-Nachrichten

Bei der Festlegung des Projektumfangs sollte geklärt werden, welches System die Produktregeln verwaltet, wie Konfigurationen identifiziert werden und wann Artikel oder Aufträge angelegt werden.

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