Mode und Bekleidung – Funktionen | TRIMIT ERP

Alle Funktionen von TRIMIT Fashion – vom ersten Modell bis zum versendeten Auftrag

TRIMIT Fashion ist eine Branchenlösung auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central. Business Central bildet die Grundlage für Finanzen, Einkauf, Verkauf, Lager, Produktion und weitere zentrale Geschäftsprozesse. TRIMIT ergänzt diese Basis um die Funktionen für Produktdaten, Varianten, Kollektionen und Modelle, die Unternehmen in der Mode- und Bekleidungsbranche benötigen.

Die Lösung verbindet die Produktentwicklung mit Preisgestaltung, Verkauf, Einkauf, Bedarfsplanung, Produktion, Logistik, E-Commerce und Finanzmanagement. Produkt- und Varianteninformationen aus der Design- und Entwicklungsphase stehen so über den gesamten Produkt- und Auftragslebenszyklus hinweg zur Verfügung – ohne sie in separaten Systemen erneut erfassen zu müssen.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Funktionen von TRIMIT Fashion, gegliedert nach den Prozessen, die sie unterstützen. Die ursprüngliche Funktionsübersicht finden Sie unter Features in TRIMIT Fashion.

Produktdatenmanagement (PDM): Varianten, Maße und Kalkulation

Das PDM von TRIMIT bündelt alle Modelle, Varianten, Maße und Materialien an einem zentralen Ort. Ein einzelnes Modell – in TRIMIT als Master bezeichnet – umfasst beliebig viele Farben, Größen und weitere Varianten. Diese werden in PDM, Verkauf, Lager, Produktion und Einkauf einheitlich in einer Farb-/Größenmatrix dargestellt.


TRIMIT verwaltet vollständige Maßtabellen je Modell und Größe, einschließlich Gradierung: Sie erfassen die Maße einmal für eine Basisgröße und lassen die übrigen Größen automatisch gradieren. Materialzusammensetzung sowie Wasch- und Pflegekennzeichnungen werden auf Modellebene gepflegt. Mit einem integrierten Kalkulationswerkzeug im Tabellenformat können Teams verschiedene Kosten- und Verkaufspreisszenarien durchspielen, bevor ein Modell für die Produktion freigegeben wird. Neue Modelle lassen sich mithilfe eines Assistenten von Grund auf anlegen oder aus bestehenden Modellen kopieren – inklusive Bildern, Materialien und Gradierung. Ein Gruppenmaster verknüpft Modelle, die dieselben Rohmaterialien verwenden. Farbänderungen werden dadurch automatisch auf alle Modelle übertragen, die das betreffende Material nutzen.


Sortimente bündeln mehrere Varianten eines Modells – beispielsweise ein fest zusammengestelltes Größenpaket – zu einer verkaufsfähigen Einheit. Diese lässt sich direkt in Verkaufs-, Einkaufs-, Fertigungs- und Umlagerungsaufträgen bestellen, ohne jede Variante einzeln zu erfassen.

Kollektionsmanagement: Kollektionen, Private Label und Matrixbegrenzung

Mit dem Kollektionsmanagement ordnen Sie Ihre Modelle Kollektionen mit einem definierten Lieferzeitraum zu. So steuern Sie, welche Artikel wann verkauft werden können – ohne manuelle Listen und Kalendererinnerungen. Verkaufspreise lassen sich je Kollektion festlegen, sodass Bestände aus der vergangenen Saison automatisch einen anderen Preis erhalten als die neue Kollektion.


Private-Label-Kollektionen und -Modelle können auf bestimmte Kunden oder Länder beschränkt werden. So wird verhindert, dass diese Produkte versehentlich an andere Käufer verkauft werden. Bei Modellen mit umfangreichen Farb- und Größenangeboten können Vertriebs- und Einkaufsteams die Matrix auf die für den jeweiligen Auftrag relevanten Varianten begrenzen, statt durch Kombinationen zu scrollen, die gar nicht zum Verkauf vorgesehen sind.

Vertrieb und Auftragsmanagement: Matrixerfassung, Preise und Belege

Im Vertrieb und Auftragsmanagement erfassen Sie Varianten direkt in einer Farb-/Größenmatrix. Aktuelle Preise und Bestände werden unmittelbar angezeigt – für die schnelle Auftragserfassung, auf die es im Großhandel ankommt. Auftragsarten trennen die Vororder einer neuen Kollektion von Nachorders früherer Kollektionen. Die Verfügbarkeitsberechnung berücksichtigt Lagerbestände sowie offene Verkaufs-, Einkaufs- und Fertigungsaufträge und ermöglicht damit eine verlässliche Lieferzusage, auch wenn die Ware nicht sofort verfügbar ist.


Rahmenaufträge bilden Vereinbarungen mit Kunden ab. Preise, Rabatte und Aktionspreise lassen sich übergreifend oder gezielt je Kunde, Farbe und Größe, Kollektion oder Zeitraum festlegen. Auftragsbestätigungen, Versandbelege, Rechnungen und Gutschriften bieten flexible Layoutmöglichkeiten und können mit vorbereiteten Nachrichtenvorlagen automatisch per E-Mail versendet werden.


Konsignationsware kann an die Filialen Ihrer Kunden geliefert und auf Basis der gemeldeten Verkäufe abgerechnet werden. Einstellungen für die automatische Nachversorgung lassen sich je Filiale hinterlegen. Verkaufsprovisionen können je Vertriebsmitarbeiter eingerichtet werden, mit unterschiedlichen Sätzen nach Kunde oder Artikelgruppe. Bonusmodelle belohnen Kunden beim Erreichen festgelegter Einkaufsgrenzen – je Auftrag, Saison oder Kollektion.

E-Commerce und B2B-Handel: Bestellungen und Retouren im Self-Service

Der B2B-Webshop von TRIMIT gibt Handelspartnern rund um die Uhr Zugriff auf Produkt- und Bestandsinformationen, Kontoauszüge und die Bestellerfassung – direkt aus ihrem Geschäft oder über mobile Geräte. Über ein separates Sales Agent Portal können Vertriebsteams ebenso schnell Bestellungen erfassen und Retouren für die von ihnen betreuten Kunden verwalten.


Großhandelskunden und eigene Filialen erhalten Einblick in Verfügbarkeiten und Lieferzeiten, können Retouren anmelden und Benachrichtigungen abonnieren, sobald vorübergehend nicht verfügbare Artikel wieder auf Lager sind. Produktbilder und Beschreibungen für beide Portale werden zentral über die Produktinformationsfunktionen von TRIMIT gepflegt. So sehen Käufer stets die Informationen, die auch im PDM hinterlegt sind.


Für einen aktuellen Überblick über Aufträge bietet das InSite-Portal Auswertungen auf Basis offener und gebuchter Verkaufsaufträge. Es zeigt verkaufte sowie noch auszuliefernde Waren und stellt damit eine Alternative zu den standardmäßigen Verkaufsstatistiken dar.

Logistik und Lager: Zuteilung, Kommissionierung und Containermanagement

Die Logistik- und Lagerfunktionen von TRIMIT verteilen verfügbare Bestände auf Verkaufsaufträge, die auf dieselbe Ware zugreifen. Grundlage ist ein konfigurierbarer Zuteilungsvorschlag, den Sie bei Bedarf manuell anpassen können. Die daraus erstellten Kommissionierbelege berücksichtigen ausschließlich Ware, die tatsächlich im Lager liegt und noch nicht versendet wurde. Die Reihenfolge der Kommissionierung lässt sich nach Auftragsdatum oder einer festgelegten Lieferpriorität steuern.


Für Unternehmen, die externe Transporte koordinieren, verfolgt das Containermanagement eingehende und ausgehende Sendungen sowie Transporte zwischen Lagern. Verkaufs-, Einkaufs-, Umlagerungs- und Kommissionierbelege werden dabei mit einem Container verknüpft. Ändern Sie das Wareneingangs- oder Versanddatum am Container, werden alle zugehörigen Aufträge automatisch aktualisiert.

Einkauf und Lieferantenzusammenarbeit: bedarfsgerechte Beschaffung

Der Einkauf in TRIMIT nutzt dieselbe Matrixansicht wie Verkauf und PDM. Dadurch bleibt die Arbeit mit Farben und Größen im gesamten System einheitlich. Sonderbeschaffungen oder Beschaffungen für kundenspezifische Fertigungen lassen sich direkt aus einem Verkaufsauftrag erstellen. Sie bleiben damit eindeutig zugeordnet und auch außerhalb der regulären Bedarfsplanung nachvollziehbar. Einkaufsbestellungen können außerdem automatisch aus der Bedarfsplanung erzeugt werden, die den passenden Lieferanten je Modell auswählt.


Über das Web Supplier Portal erhalten externe Lieferanten direkten Echtzeitzugriff auf die Spezifikationen, nach denen sie produzieren – einschließlich der neuesten PDM-Änderungen, sobald diese erfasst wurden. Wareneingänge lassen sich direkt auf die Einkaufsbestellung buchen. Unter- und Überlieferungen werden dabei gezielt berücksichtigt.

Produktion und Bedarfsplanung: Saisonware und NOOS gezielt planen

Die Produktions- und Bedarfsplanung berechnet den Einkaufs- und Fertigungsbedarf auf Basis ausgewählter Verkaufsaufträge oder Artikel über alle relevanten Stücklistenebenen hinweg. Die daraus entstehenden Einkaufs-, Fertigungs- und Umlagerungsaufträge werden automatisch erstellt. Saisonmodelle und Never-Out-of-Stock-Modelle (NOOS) werden getrennt geplant: Der Bedarf für Saisonware wird üblicherweise nach Abschluss der Vororder ermittelt. Die NOOS-Planung kombiniert dagegen Verkaufsdaten mit Mindestbeständen und kann wöchentlich durchgeführt werden.


Die Artikelverfolgung vergibt beim Abschluss der Produktion automatisch Serien- oder Chargennummern und begleitet den Artikel bis zur Kommissionierung im Lager. So wissen Mitarbeitende bereits, welche Charge für die jeweilige Lieferung auszuwählen ist.

Reklamationen und Retouren: automatisch der passende Beleg

Die Reklamations- und Retourenfunktionen von TRIMIT übernehmen das ursprünglich fakturierte Modell sowie Menge und Preis direkt in den Reklamationsvorgang. Der ursprüngliche Preis und Rabatt werden dabei automatisch korrekt angewendet. Reklamationen lassen sich direkt über den B2B-Webshop oder das Sales Agent Portal erfassen. Auch die zugehörige Kommunikation erfolgt über diese Kanäle.


Je nach Reklamationsart erstellt TRIMIT automatisch den passenden Beleg: eine Gutschrift für Erstattungen, einen Rücknahmeauftrag für Erstattungen nach Warenrückgabe, einen Verkaufsauftrag für Ersatzlieferungen oder einen Reparaturbeleg. Reklamationsstatistiken helfen dabei, wiederkehrende Probleme nach Art der Reklamation zu verfolgen.

Finanzmanagement: Rechnungsstellung, Intercompany und Einstandskosten

Das Finanzmanagement in TRIMIT kann die Rechnungsstellung bereits beim Beladen des Lkw auslösen. Die Belege werden dabei erstellt und direkt der Sendung beigefügt. Über die Sammelrechnungsfunktion lassen sich mehrere Aufträge derselben Sendung automatisch in einer Rechnung zusammenfassen.


Für Unternehmensgruppen mit einer zentralen Einkaufs- oder Produktionsgesellschaft und separaten Vertriebsgesellschaften in verschiedenen Märkten bietet die Intercompany-Funktion einen gesellschaftsübergreifenden Einblick in die Bestände. Mit einem Replikationswerkzeug lassen sich Modelldaten zwischen den Gesellschaften kopieren. Einstandskosten können auf Basis der letzten direkten Kosten, der Stückliste oder eines individuell definierten Kalkulationsmodells berechnet werden. Indirekte Kosten wie Fracht, Zoll und Handling werden separat erfasst.

Reporting, Nachhaltigkeit und BI: Daten als Entscheidungsgrundlage

Mit den Reporting- und Nachhaltigkeitsfunktionen von TRIMIT hinterlegen Sie Daten wie Wasser- und Stromverbrauch, CO2-Emissionen sowie Zertifizierungen und deren Ablaufdaten auf Modell- oder Lieferantenebene. In Ihren E-Commerce-Kanälen können diese Informationen Kunden als durchsuchbare Schlagwörter zur Verfügung gestellt werden.


Verkaufsstatistiken lassen sich nach Land, Vertriebsmitarbeiter, Kunde, Modell oder Farbe aufschlüsseln und als wiederverwendbare Auswertungskonfigurationen speichern. Regelmäßig benötigte Berichte müssen so nicht jedes Mal neu aufgebaut werden. Für weiterführende Analysen lässt sich TRIMIT mit Power BI und anderen Reporting-Werkzeugen verbinden, um operative Daten in Dashboards aufzubereiten.

Auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central

TRIMIT Fashion ist vollständig in Business Central eingebettet – kein separates, nachträglich angebundenes System. Finanzbuchhaltung, Einkauf, Verkauf und Lagerverwaltung stammen direkt aus Business Central und werden durch TRIMIT um branchenspezifische Funktionen für die Modeindustrie erweitert. Damit folgt TRIMIT dem Veröffentlichungsrhythmus von Microsoft, ergänzt um eigene kleinere TRIMIT-Releases. Die Anpassungswerkzeuge von Business Central stehen weiterhin zur Verfügung, wenn unternehmensspezifische Erweiterungen benötigt werden.